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Frieden!

Für eine solidarische und zivile Zeitenwende

Befragt
„Die erste [befragte Aussage] sagte: ›Man kann von Donald Trump halten, was man will, aber seine Präsidentschaft hat auch ihr Gutes: Trump bringt Bewegung in Konflikte, die zuvor unlösbar erschienen, und bringt die Europäer dazu, unabhängiger und eigenständiger zu werden. Ich kann mir vorstellen, dass man in einigen Jahren positiver über Trump spricht als heute.‹ 21 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. Fast zwei Drittel, 64 Prozent, entschieden sich für die Gegenposition, in der es hieß: ›Donald Trump missachtet internationale Regeln und langjährige Allianzen und bringt so Chaos in die Welt. Er setzt mit Gewalt und Zwang durch, was er für richtig hält, und es gilt nur das Recht des Stärkeren. Ich kann seiner Präsidentschaft nichts Positives abgewinnen.‹“
Thomas Petersen, „Institut für Demoskopie Allensbach“, „Eine Welt aus den Fugen“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“), 2.3.2026, S. 8.

Grundsätzlich klar
„Wer Kompromisse mit dem Faschismus sucht, verfestigt den Faschismus. Wir müssen eine bessere Realität zu bieten haben.“
Eva von Redecker (Philosophin mit einer Gastprofessur an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste), im „SPIEGEL-Gespräch“, „SPIEGEL“ Nr. 10/, 27.2.2026, S. 94-97, hier S. 97.

Tatsächliche Weltbedeutung: Keiner sollte Donald Trump irgendwie folgen, ihn achten, verharmlosen oder unterstützen. Alle (nicht nur) außenpolitischen, brutalen Bösartigkeiten des US-Regimes haben ein wesentliches Ziel: Regime Change – zum welt-schädlichen Nutzen der Öl- und Rüstungsindustrie, der strategischen Gebiete, der Verkehrswege, der autoritären Macht in endloser Eitelkeit einer tief krisenhaften Gesellschaft.

Dazu dienen der militärische Angriff auf den Iran, der Angriff auf Venezuela und die Entführung des Präsidenten, die beabsichtigte Einverleibung Grönlands, die voluntaristische Erklärung, Kanada sei der 51ste Bundesstaat der USA, die Verschärfung des Embargos gegen Kuba sowie die unverhohlene Unterstützung rechter Parteien in der Europäischen Union. Rechte Regimes sollen installiert werden – zu Trumps bzw. der USA Gnaden.

Alles unvereinbar mit dem Völkerrecht, den Menschenrechten, der Demokratie, der Gewaltenteilung und erst recht mit irgendeiner strategischen Vernunft. Das Allgemeinwohl wird mit Militärstiefeln betrumpelt.

Dagegen stehen und handeln die International Atomic Energy Agency (IAEA) ‚Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO)‘ (sie hat dem Iran bescheinigt, kein atomwaffenfähiges Material herzustellen), die UNO, die demokratische Opposition in autoritär regierten Ländern sowie die auch international agierende Friedensbewegung. Hier entsteht eine globale Alternative, die es zu stärken gilt. Diese Alternative kommt ebenso in den 17 Nachhaltigkeitszielen („Sustainable Development Goals“/SDGs) zum Ausdruck.

Angesichts des brutalen Handelns sind die Hochschulen, die Wissenschaften, Bildung, Kultur und Künste neu gefordert, dieser Tendenz – in kooperativer Weise – Nachdruck zu verleihen.

Wissen-Schaffen, Aufklärung und ästhetische Bewußtseinsbildung entsagen jeglicher Gewalt respektive verweisen auf die notwendigen Möglichkeiten allseitig humaner Gestaltung. Sie orientieren – idealiter – sinnvoll auf die Schaffung menschenwürdiger Lebensbedingungen. Weltweit, regional und zu erfreulichen Gunsten der Persönlichkeitsentwicklung. Darin liegt die zivile Macht einer kritischen Überzeugung. Wer diesen Zusammenhang erkennt, sieht mehr und ist heller gestimmt.